Rheinische Linien · Band I
Bomben und WiegenMarie-Gertrude de Hertmanni · getauft Köln 1675 · gestorben 1713/1714
Eine Kölner Juristentochter heiratet 1701 einen Ardenner Eisenherrn, wird mit sechsundzwanzig Witwe, führt fünf Jahre lang allein ein Waffenwerk, das Kugeln und Bomben für den Spanischen Erbfolgekrieg goss — und verschwindet dann so vollständig aus der Erinnerung ihrer Familie, dass selbst das Sterbedatum bis heute offen ist.
Dies ist die Werkstatt zu einem Buch, das 2028 im Greven Verlag Köln erscheinen soll. Es folgt einer einzigen Frau durch die Urkunden zweier Länder und dreier Sprachen. Die Seiten hier sind keine fertige Darstellung, sondern die offene Quellenarbeit dahinter: die gelesenen Akten, die noch offenen Fragen, die korrigierten Irrtümer. Jede Aussage trägt ihre Quelle und ihre Sicherheitsstufe.
Die Stufen
Nichts auf diesen Seiten gilt gleich viel. Jede Angabe ist einer von vier Stufen zugeordnet — das ist die eine Disziplin, die dieses Projekt von den frei kopierten Stammbäumen des Internets unterscheidet.
T1 Primärakte im Archiv T2 gedruckte Forschung T3 abgeleiteter Stammbaum Q in Quarantäne, bis eine Akte es trägt
Einstiege
Marie-Gertrude de Hertmanni
Die Person, um die alles kreist. Getauft an Sankt Kunibert, verheiratet nach Jülich, verwitwet in den Ardennen — und in einem Haus voller Ahnenbildnisse selbst ohne Bild. Was bleibt, ist ihre Hand: viermal unter ihre eigenen Prozessschriften gesetzt.
Offene Fragen
Was das Buch noch nicht weiß und ehrlich offenlässt: wann sie starb, wie ihr Wappen aussah, welcher Monat auf einer Quittung von 1714 steht. Fälle, keine Behauptungen — und wer etwas dazu weiß, ist eingeladen zu schreiben.