Rheinische Linien · Band I
Eine Frau, eine Schmiede, ein Krieg von fünfundzwanzig Jahren — und ein Name, der im Recht überlebte, während das Blut vergaß, wer ihn trug.
Sie war die Schwester des ersten Freiherrn und ging den entgegengesetzten Weg. Wilhelm Joseph blieb in Köln, stieg zum Reichsfreiherrn auf und behielt den Namen, während sein Blut versiegte. Marie-Gertrude ging in die Ardennen, führte eine Schmiede, gebar sieben Kinder in zwei Ehen — und ihr Blut lebt bis heute, doch ihr Name erlosch schon mit ihren Töchtern. Das Buch trägt sie: das Blut, das den Namen verlor.
In einem Haus, das voll war von Bildnissen seiner Vorfahren, hängt kein Bild von ihr. Was von ihr bleibt, ist nicht ein Gesicht, sondern eine Unterschrift — viermal unter ihre eigenen Prozessschriften gesetzt.
↓ und darunter der Grund, aus dem das Buch wuchs